Resilienz

 Resilienz ...
... bedeutet (psychische) Widerstandsfähigkeit gegenüber Entwicklungsrisiken und Krisen.
... ist das was uns hilft, mit Schwierigkeiten und Problemen im Leben klar zu kommen.
... wird daher oft als "Immunsystem der Seele" bezeichnet.
... ist nicht angeboren, sondern entwickelt und verändert sich im Laufe des Lebens.
... wird gestärkt, mit jeder Hürde, die wir im Leben nehmen.
... ist eine Grundlage von (psychosozialer) Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
... baut auf folgenden 6 Faktoren auf:

  1. Selbst- und Fremdwahrnehmung
  2. Selbststeuerung
  3. Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  4. Problemlösekompetenz
  5. soziale Kompetenz
  6. Stressbewältigungskompetenz

... ähnelt dem Konzept der Lebenskompetenzen ("life skills") der WHO von 1994*.
... hat eine positive, wertschätzende Beziehung zur Grundlage.
... kann als Leitfaden zur Beziehungs- bzw. Erziehungsgestaltung dienen.

Die Entwicklung der Resilienz hängt zu einem großen Teil von den Erfahrungen ab, die ein Kind in seinem Alltag macht. Das Lebensumfeld eines Kindes kann somit so gestaltet werden, dass es der Entwicklung von Resilienz dienlich ist. Das gilt für das familiäre Umfeld ebenso wie für das außerfamiliäre Umfeld, sprich die Schule oder Kindertagesstätte. Eltern haben dabei den größtmöglichen Einfluss, über den Erziehungsstil und die Beziehungsgestaltung zu ihrem Kind, positiv auf die Entwicklung der Resilienz einzuwirken. Auch oder gerade wenn es familiäre Probleme gibt oder sich die Beziehung zu einem Kind schwierig gestaltet, kann das Resililenzkonzept hiflreich sein, (neue) Lösungswege zu finden.
Aber auch für Schulen oder Kindertagesstätten kann die Beschäftigung mit dem Thema Resilienz bzw. der Gestaltung einer resilienzförderlichen Umwelt sehr wertvoll sein. Denn nur hier können auch Kinder erreicht und gestärkt werden, welche aufgrund ihrer schwierigen familiären Lebenssituation einer Förderung in diesem Bereich dringend bedürfen. Letzendlich verhilft die Beschäftigung mit dem Thema Resilienz in der Regel auch immer das Miteinander aller Beteiligten zum positiven zu verbessern.



* Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1994 mit den "life skills" folgende 10 Fähigkeiten als besonders bedeutsam für das Leben herausgestellt (vgl. Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2014):

  1. Selbstwahrnehmung
  2. Empathie
  3. kreatives Denken
  4. kritisches Denken
  5. Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  6. Problemlösef¨higkeit
  7. effektive Kommunikationsfähigkeit
  8. zwischenmenschliche Beziehungsfertigkeiten
  9. Gefühlsbewältigung
  10. Stressbewältigung

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