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Resilienz - Grundlagen

Veröffentlicht am 02.03.2021

Der Begriff "Resilienz" ist zum Verkaufsschlager in den letzten Jahren geworden. Es soll das "Immunsystem der Seele" bezeichnen und man soll es stärken und trainieren können. Also was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der Resilienz? Wie wird man resilient? Und kann man Resilienz wirklich trainieren?

 Resilienz ...

  ... bedeutet (psychische) Widerstandsfähigkeit gegenüber Entwicklungsrisiken und Krisen.
  ... ist das was uns hilft, mit Schwierigkeiten und Problemen im Leben klar zu kommen.
  ... wird daher oft als "Immunsystem der Seele" bezeichnet.
  ... ist nicht angeboren, sondern entwickelt und verändert sich im Laufe des Lebens.
  ... wird gestärkt, mit jeder Hürde, die wir im Leben nehmen.
  ... ist eine Grundlage von (psychosozialer) Gesundheit und Lebenszufriedenheit.

  ... wird von den 6 Kernelementen getragen:

            1. Gefühle & Befürfnisse bei sich selbst und anderen erkennen und verstehen zu können (Selbst- und Fremdwahrnehmung)

            2. Probleme lösen können (Problemlösekompetenz)

            3. Sich selbst motivieren oder entspannen können (Selbststeuerung)

            4. Vertrauen in sich selbst und seine Fähigkeiten (Selbstwirksamkeitserwartung)

            5. Beziehungen aufbauen und pflegen können (soziale Kompetenz) 

            6. Stress bewältigen können (adaptive BewältigungskompetenzI

... ähnelt dem Konzept der Lebenskompetenzen ("life skills") der WHO von 1994*.

 

Resilienzentwicklung im Kindesalter

Die Entwicklung der Resilienz hängt zu einem großen Teil von den Erfahrungen ab, die ein Kind in seinem Alltag macht. Das Lebensumfeld eines Kindes kann also so gestaltet werden, dass es der Entwicklung von Resilienz dienlich ist. Das gilt für das familiäre Umfeld ebenso wie für das außerfamiliäre Umfeld, sprich die Schule oder Kindertagesstätte. Eltern haben dabei den größtmöglichen Einfluss, über den Erziehungsstil und die Beziehungsgestaltung zu ihrem Kind, positiv auf die Entwicklung der Resilienz einzuwirken. Wertvolle Hinweise und Unterstützung finden Sie z.B. auf den Seiten Soul Parenting by Nina Grimm.

 

Resilienz im Erwachsenenalter

Wenn sich die Grundsteine der Resilienz im Kindesalter gelegt werden, können wir als Erwachsene dann überhaupt noch etwas tun, um unsere Resilienz zu fördern? Ja innerhalb gewisser Grenzen. Wir können versuchen, oben genannten Kernkompetenzen zu verbessern, also z.B. ein besseres Gespür für sich selbst zu bekommen oder unser soziales Netz zu festigen oder zu erweitern.

 

 



* Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1994 mit den "life skills" folgende 10 Fähigkeiten als besonders bedeutsam für das Leben herausgestellt (vgl. Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2014):

  1. Selbstwahrnehmung
  2. Empathie
  3. kreatives Denken
  4. kritisches Denken
  5. Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  6. Problemlösef¨higkeit
  7. effektive Kommunikationsfähigkeit
  8. zwischenmenschliche Beziehungsfertigkeiten
  9. Gefühlsbewältigung
  10. Stressbewältigung

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